Österreich
Festnetz-Internet vergleichen
Den günstigsten Festnetz-Anschluss für Ihr Haus oder Ihr Büro finden. In Österreich liegen DSL, Kabel, Glasfaser und Funk vielerorts nebeneinander, oft mehrere davon an derselben Adresse. Und wer weiß, welche Bandbreite tatsächlich nötig ist, zahlt merklich weniger.
Aktuelle Tarife vergleichen- 2,75 Mio.feste Breitbandanschlüsse, Ende 2024
- 83 %davon mit mindestens 30 Mbit/s
- 373.000Anschlüsse mit Glasfaser bis in die Wohnung
Aktuelle Tarife
Stellen Sie Download und Upload auf den Wert ein, den Sie tatsächlich brauchen. Der Effektivpreis rechnet einmalige Kosten und befristete Aktionen auf die Vertragslaufzeit um - das ist die Zahl, die zwei Angebote vergleichbar macht.
Werbehinweis: Die Tarifdaten stammen von tarife.at. Kommt über einen der Links ein Vertrag zustande, wird dafür eine Provision vergütet. Für Sie ändert sich der Preis dadurch nicht.
Die Adresse entscheidet vor dem Tarif
Der potenzielle Versorgungsgrad mit festen Breitbandanschlüssen lag Ende 2024 österreichweit bei 166 Prozent. Der Wert übersteigt 100 Prozent, weil an vielen Adressen mehrere Netze parallel liegen: ein Kupferanschluss der A1, daneben ein Kabelnetz, mancherorts zusätzlich Glasfaser eines Energieversorgers.
Am weitesten reicht nach wie vor das Kupfernetz: 81,4 Prozent aller potenziellen Anschlussobjekte sind damit erschlossen. Kabel erreicht 50,2 Prozent, Glasfaser bis in die Wohnung 30,7 Prozent. Regional geht das weit auseinander - in Tirol könnten 49,0 Prozent der Objekte mit Glasfaser versorgt werden, in Salzburg 43,5 Prozent, in Vorarlberg dagegen nur 10,5 Prozent und im Burgenland 12,6 Prozent.
Praktisch heißt das: Bevor Tarife verglichen werden, gehört die eigene Adresse abgefragt. Der Breitbandatlas des Bundes zeigt kartenbasiert, welche Netze und welche Bandbreiten an einer Adresse gemeldet sind, unabhängig davon, welcher Anbieter gerade wirbt. Die Anbieter selbst führen zusätzlich eine verbindliche Verfügbarkeitsprüfung durch, denn innerhalb eines Hauses kann die Leitung an der Steigleitung enden.
Beim Umzug lohnt die Reihenfolge umgekehrt: erst prüfen, welche Netze an der neuen Adresse liegen, dann den bestehenden Vertrag beurteilen. Ein Glasfaseranschluss lässt sich nicht nachträglich herbeireden, und ein Anbieterwechsel ist innerhalb der Mindestvertragsdauer teuer.
Vier Wege ins Haus
Kupfer, Koaxialkabel, Glasfaser und Funk unterscheiden sich weniger in der maximalen Downloadrate als im Upload, in der Stabilität zur Hauptnutzungszeit und darin, wie viel Spielraum die Leitung in den nächsten Jahren noch hat.
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Kupfer
(V)DSL
Läuft über die Telefonleitung und ist die am weitesten verbreitete Technik. 82 Prozent der xDSL-Anschlüsse erreichen mindestens 30 Mbit/s. Wo die Glasfaser bis in den Keller reicht und erst dort auf Kupfer wechselt, sind es 100 Prozent.
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Koaxialkabel
Kabelinternet
Nutzt das Kabelfernsehnetz. 93,3 Prozent der österreichischen Kabelanschlüsse liefen Ende 2024 über DOCSIS 3.1, mit dem mehr als 1 Gbit/s möglich sind. 98,2 Prozent der Kabelanschlüsse fallen in die Kategorie über 100 Mbit/s.
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Glasfaser
FTTH und FTTB
Reicht die Faser bis in die Wohnung, ist der Upload meist ähnlich hoch wie der Download. Endet sie im Keller, übernimmt im Haus G.fast oder DOCSIS. Von 2,2 Millionen Anschlüssen auf Glasfaserbasis sind 50,8 Prozent FTTH über eine eigene Leitung, 27,2 Prozent passives FTTH und 16,9 Prozent FTTB.
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Funk
5G-Cube und Richtfunk
Ein Router am Mobilfunknetz, oft
Cube
genannt. Rechnet man mobile und feste Zugänge zusammen, ist das die meistgenutzte Breitbandtechnologie Österreichs - besonders in Kärnten mit 49,0 Prozent und in der Steiermark mit 44,6 Prozent aller nachgefragten Anschlüsse.
| Infrastruktur | Anschlüsse | Anteil | Entwicklung im Quartal |
|---|---|---|---|
| DSL inklusive Hybrid | 1.307.000 | rund 48 % | minus 1,6 % |
| Koaxialkabel | 1.037.000 | 37,7 % | nahezu unverändert |
| Glasfaser bis in die Wohnung | 373.000 | 13,6 % | plus 4,6 % |
| Funk und Sonstige | 23.000 | unter 1 % | nahezu unverändert |
| Gesamt | 2.748.000 | 100 % | unverändert |
Die Verschiebung ist eindeutig, aber langsam: Glasfaser wuchs im letzten Quartal 2024 um 4,6 Prozent, DSL verlor 1,6 Prozent. Weil der Bund bis 2030 flächendeckend symmetrische Gigabit-Anschlüsse anstrebt, wird weiter gefördert - für die dritte Ausschreibung des Programms Breitband Austria 2030 stehen laut Bundesministerium je 40 Millionen Euro für die Jahre 2027 bis 2029 bereit. Gefördert ausgebaut wird in etwa 1.620 der rund 2.100 österreichischen Gemeinden.
Wer in Österreich anbietet
Drei Konzerne betreiben bundesweite Netze, dahinter steht ein ungewöhnlich breites Feld regionaler Anbieter: Kabelnetzbetreiber, Energieversorger und Kommunalbetriebe.
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A1 Telekom Austria
Betreibt das Kupfernetz, aus dem der Großteil der österreichischen DSL-Anschlüsse gespeist wird, und baut parallel Glasfaser aus. Bei den aktiven Glasfaseranschlüssen bis in die Wohnung hielt A1 im vierten Quartal 2024 einen Anteil von 31,7 Prozent.
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Magenta Telekom
Entstand aus T-Mobile Austria und UPC Austria; seit Mai 2019 treten beide unter der Marke Magenta auf. Aus der UPC-Vergangenheit stammt das Kabelnetz, das heute den Kern des Festnetzangebots bildet.
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Drei
Hutchison Drei Austria übernahm Tele2 Österreich am 31. Oktober 2017 und trat damit ins Festnetzgeschäft ein. Angeboten werden sowohl leitungsgebundene Anschlüsse als auch Funklösungen.
Bemerkenswert ist die Fläche dahinter: Bei Glasfaser verteilten sich rund 34 Prozent der aktiven Anschlüsse auf 183 weitere Betreiber. Wer also nur die drei großen Namen abfragt, übersieht an vielen Adressen genau den Anbieter, der dort tatsächlich die Faser liegen hat.
| Anbieter | Schwerpunkt | Anteil |
|---|---|---|
| A1 Telekom Austria | bundesweit | 31,7 % |
| kabelplus | Niederösterreich | 6,3 % |
| Energie AG Oberösterreich Vertrieb | Oberösterreich | 6,0 % |
| MASS Response Service | bundesweit | 6,0 % |
| 183 weitere Betreiber | regional | rund 34 % |
Auf der Angebotsseite, also gemessen an den potenziell versorgbaren Anschlüssen, treten zusätzlich Wien Energie, die Salzburg AG, die Innsbrucker Kommunalbetriebe sowie die Glasfaser-Infrastrukturgesellschaften öGIG und nöGIG hervor. Diese Gesellschaften errichten teils nur die Leitung und überlassen den Endkundenvertrieb anderen Anbietern - ein Modell, bei dem an einer Adresse mehrere Marken denselben physischen Anschluss verkaufen.
Wie viel Bandbreite wirklich nötig ist
Die Anbieter selbst veröffentlichen für ihre Dienste Mindestwerte. Rechnet man diese zusammen, liegt der Bedarf eines normalen Haushalts deutlich unter dem, was in der Werbung als Einstieg gilt.
| Anwendung | Empfohlen | Anmerkung |
|---|---|---|
| Streaming in HD (720p) | 3 Mbit/s | Angabe von Netflix |
| Streaming in Full HD (1080p) | 5 Mbit/s | Angabe von Netflix |
| Streaming in 4K | 15 Mbit/s | Angabe von Netflix |
| Cloud-Gaming, 1080p bei 60 Bildern | 25 Mbit/s | NVIDIA GeForce NOW |
| Cloud-Gaming, 1440p bei 120 Bildern | 35 Mbit/s | NVIDIA GeForce NOW |
| Cloud-Gaming, 4K bei 120 Bildern | 45 Mbit/s | NVIDIA GeForce NOW, zusätzlich unter 80 ms Latenz |
Zwei parallele 4K-Streams und eine Videokonferenz kommen damit zusammen auf etwa 35 Mbit/s. Ein 100-Mbit/s-Anschluss deckt das mit Reserve ab, und tatsächlich haben in Österreich bereits 1,414 Millionen feste Anschlüsse mindestens diese Bandbreite. Insgesamt liegen 83 Prozent aller festen Breitbandanschlüsse bei 30 Mbit/s oder darüber.
Der Upload ist die härtere Grenze
Beim Download unterscheiden sich die Techniken heute weniger, als die Werbung vermuten lässt. Der Unterschied zeigt sich beim Hochladen: DSL und Kabel sind stark asymmetrisch ausgelegt, ein Anschluss mit 300 Mbit/s im Download kommt dort oft auf 30 bis 50 Mbit/s im Upload. Glasfaser bis in die Wohnung ist dagegen häufig symmetrisch.
- Videokonferenzen im Homeoffice belegen dauerhaft Uploadkapazität, oft parallel für mehrere Personen.
- Cloud-Backups und Fotosynchronisation laufen im Hintergrund und können eine schmale Uploadleitung vollständig auslasten.
- Wer selbst streamt oder große Dateien an Kunden schickt, merkt den Unterschied zwischen 10 und 100 Mbit/s Upload deutlicher als jede Downloadsteigerung.
Ob die gebuchte Bandbreite tatsächlich ankommt, lässt sich mit dem RTR-Netztest messen. Dessen zertifizierte Messung ist im Streitfall gegenüber dem Anbieter belastbarer als ein beliebiger Speedtest.
Woraus sich der Preis zusammensetzt
Der beworbene Monatspreis ist selten der Betrag, der über die Laufzeit anfällt. Vier Posten entscheiden darüber, welches Angebot am Ende günstiger ist.
Monatliches Grundentgelt
Häufig für die ersten sechs oder zwölf Monate rabattiert. Entscheidend ist, auf welchen Betrag der Tarif danach springt und wie lange die Bindung dann noch läuft.
Einmalige Herstellungs- und Aktivierungsentgelte
Fallen beim Neuanschluss an und werden in Aktionen gern erlassen. Bei einem Glasfaser-Neuanschluss kann zusätzlich die Einführung ins Gebäude verrechnet werden - das gehört vor der Unterschrift schriftlich geklärt.
Router
Wird entweder kostenlos beigestellt, monatlich vermietet oder verkauft. Über 24 Monate summiert sich eine Miete von wenigen Euro auf einen Betrag, der den Tarifvorteil aufheben kann.
Servicepauschale
Die jährliche Pauschale haben die drei Netzbetreiber abgeschafft: Magenta strich sie mit 6. November 2023, Drei mit 15. Februar 2024 und A1 mit 21. Februar 2024. In älteren, noch laufenden Verträgen kann sie weiter verrechnet werden - ein Blick auf die letzte Jahresabrechnung zeigt, ob das der Fall ist.
Wertsicherung beachten: Ist im Vertrag eine Anpassung an einen objektiven Index vereinbart, entsteht bei der Erhöhung nach Angaben der RTR kein außerordentliches Kündigungsrecht. Bei anderen einseitigen Änderungen muss der Anbieter dagegen schriftlich informieren und ein Kündigungsrecht einräumen.
Was im Vertrag gilt
Für Internetverträge mit Verbrauchern gibt § 135 des Telekommunikationsgesetzes 2021 einen engen Rahmen vor. Vier Punkte daraus sind beim Vergleich unmittelbar relevant.
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Höchstens 24 Monate Bindung
Die Mindestvertragsdauer darf 24 Monate nicht überschreiten. Längere Bindungen sind für Verbraucherverträge nicht zulässig.
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Eine 12-Monats-Variante muss es geben
Zu jedem angebotenen Kommunikationsdienst muss der Anbieter auch einen Vertrag mit höchstens zwölf Monaten Mindestvertragsdauer ermöglichen. Diese Variante steht selten prominent im Angebot, ist aber einzufordern.
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Ein Monat Kündigungsfrist
Nach Ablauf der Bindung muss die Beendigung mit einer Frist von einem Monat möglich sein. Ein fixer Kündigungstermin zum Monatsende ist nicht mehr zulässig.
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Hinweis vor Ablauf der Bindung
Der Anbieter muss rechtzeitig auf einem dauerhaften Datenträger über das Ende der Bindung und die Kündigungsmöglichkeiten informieren - und zwar so früh, dass eine fristgerechte Kündigung noch möglich ist.
Vor dem Abschluss ist außerdem eine Vertragszusammenfassung auszuhändigen, die Laufzeit, Entgelte und Kündigungsbedingungen kompakt nennt. Weicht die tatsächliche Leistung dauerhaft und erheblich von der vereinbarten ab, kommt eine außerordentliche Kündigung in Betracht; das ist allerdings im Einzelfall zu beurteilen.
Bleibt eine Beschwerde beim Anbieter erfolglos, führt die Schlichtungsstelle der RTR ein kostenloses Verfahren durch. Der Antrag ist binnen eines Jahres ab der Beschwerde beim Anbieter einzubringen. Den Gesetzestext selbst führt das Rechtsinformationssystem des Bundes.
Häufige Fragen
Lohnt der Wechsel von DSL auf Glasfaser?
Beim reinen Download oft weniger, als erwartet wird: Ein moderner VDSL-Anschluss reicht für Streaming und Videokonferenzen aus. Der spürbare Unterschied liegt im Upload und in der Stabilität. Wer im Homeoffice arbeitet, große Dateien überträgt oder mehrere Personen gleichzeitig versorgt, gewinnt deutlich. Wer hauptsächlich streamt und surft, merkt den Wechsel kaum.
Ist Kabelinternet langsamer, wenn viele Nachbarn online sind?
Kabelinternet teilt sich die Kapazität eines Netzsegments unter den angeschlossenen Haushalten, anders als eine eigene Kupferdoppelader oder Glasfaser. Mit DOCSIS 3.1, über das Ende 2024 bereits 93,3 Prozent der österreichischen Kabelanschlüsse liefen, ist die verfügbare Kapazität allerdings hoch genug, dass Einbrüche zur Hauptnutzungszeit die Ausnahme sind.
Ist ein 5G-Cube ein vollwertiger Ersatz für den Festnetzanschluss?
In Österreich sind Funklösungen weiter verbreitet als in den meisten Nachbarländern: In Kärnten entfallen 49,0 Prozent aller nachgefragten Breitbandanschlüsse auf mobile Cubes, in der Steiermark 44,6 Prozent. Die Leistung hängt jedoch von der Funkzelle ab und schwankt mit deren Auslastung. Wo eine leitungsgebundene Alternative liegt, ist diese in der Regel berechenbarer - dort, wo keine liegt, ist der Cube häufig die schnellste verfügbare Lösung.
Wie finde ich heraus, welche Anschlüsse es an meiner Adresse gibt?
Der Breitbandatlas des Bundes zeigt kartenbasiert die gemeldeten Netze und Bandbreiten je Adresse. Weil innerhalb eines Gebäudes zusätzliche Hürden auftreten können, etwa eine fehlende Steigleitung, ist danach die Verfügbarkeitsprüfung des jeweiligen Anbieters maßgeblich.
Was kostet der Anschlusswechsel zu einem anderen Anbieter?
Innerhalb der Mindestvertragsdauer verlangt der bisherige Anbieter in der Regel die restlichen Grundentgelte. Nach deren Ablauf beträgt die Kündigungsfrist höchstens einen Monat. Beim neuen Anbieter können Herstellungs- und Aktivierungsentgelte anfallen, die in Aktionen häufig entfallen.
Was tun, wenn die gebuchte Geschwindigkeit nicht ankommt?
Zuerst mit dem RTR-Netztest messen, idealerweise mehrfach und über Kabel statt WLAN, und die zertifizierte Messung nutzen. Danach schriftlich beim Anbieter beanstanden. Bleibt das erfolglos, ist ein kostenloses Schlichtungsverfahren bei der RTR möglich, das binnen eines Jahres ab der Beschwerde zu beantragen ist.